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Rudolf Mocka
 


 


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Picasso, Selbstbekenntnis in einem Brief an G. Pagini

Das Volk hat aufgehört, in der Kunst Trost und Erholung zu suchen,
aber die Überfeinerten, die Reichen, die Müßigen, jene, die aus
altem der Weisheit letzter Schluß ziehen, fahnden in ihr nach dem
Neuen, dem Einzigartigen, dem Ausgefallenen.

Ich selbst habe seit dem Kubismus und später diese Liebhaber und
Kritiker befriedigt mit meinen wechselnden Schrullen, die mir
durch den Kopf gingen, und weniger sie sie begriffen, um so mehr
bewunderten sie mich.
Dadurch, daß ich mich mit diesen Spielen vergnügte, bin ich berühmt
und reich geworden, und das sehr schnell.
Aber wenn ich mit mir allein bin, habe ich nicht den Mut, mich für
einen Künstler im großen und altehrwürdigen Sinn des Wortes zu halten.

Ich bin bloß ein öffentlicher Spaßmacher, der seine Zeit durchschaut
und nach Möglichkeiten den Stumpfsinn, die Eitelkeit, die Gier seiner
Zeitgenossen ausgenützt hat.
Gewiß meine Beichte ist schmerzlich, doch kommt ihr das Verdienst
zu, aufrichtig zu sein.
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